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Geschichte des Museums

16. bis 18. Jahrhundert

Der nördliche Frankenwald gehört auch noch heute zu den Eisenrevieren Mitteleuropas. Die meist mit Spateisenstein gefüllten Gänge durchsetzen in der Umgebung von Wurzbach und Bad Lobenstein das Schiefergebirge so, dass sich ein bemerkenswerter Bergbau und das dazugehörige Hüttenwesen entwickeln konnten. In der Zeit vom 16. Bis 18. Jahrhundert waren in dem Gebiet zehn Hammerwerke in Betrieb.

 

1729 bis 1747

Als einzige Hütte rund um Wurzbach ist die Heinrichshütter erhalten geblieben. Im Jahre 1729 gab Graf Heinrich dem Christus Adam Mangold aus Schleiz die Erlaubnis, gegen Entrichtung von zwölf Gulden Erbzins, ein Drahtwerk zu bauen. Das Wasser der Sormitz wurde in einem Wehr erfasst und zum Werk geleitet, dem er den Namen Heinrichshütte gab. Mangold betrieb es nur kurze Zeit, bevor er 1745 in Konkurs geriet. Es fand sich kein Käufer – die Heinrichshütte stand bis 1747 still.

1748 bis 1781

Der Pächter von zwei weiteren Hammerwerken, Konrad Rudolph, kaufte es 1747 für 120 Gulden. Elf Jahre nach dem Kauf starb Konrad Rudolph und vermachte die Heinrichshütte seinem Sohn David. Dieser wandelte zehn Jahre später die Gebäude in ein Brauhaus um. 1779 verkaufte er die gesamte Heinrichshütte mit all seinen Gebäuden und Ställen für 3000 Fränkische Gulden an eine Gesellschaft, an deren Spitze Pfarrer Heinrich Grünler in Naila stand.

1782 bis Heute

In den Jahren zwischen 1782 und 1878 wechselten die Besitzer der Heinrichshütte drei weitere Male, bis sie 1878 Gustav Adolf Franz Diebel erwarb. Nach dessen Tod führten die Söhne Franz und Fritz Diebel die Geschäfte bis 1960 weiter. Auch nach der Verstaatlichung hat sich bis heute die Eisengießerei erhalten. Seit 1982 ist der Produktionsbetrieb eingestellt und die Heinrichshütte als Technisches Museum und Schaudenkmal eingerichtet. Auch heute noch finden in den alten Hallen Schaugießveranstaltungen statt, bei dem der Besucher die Produktionsgeschichte des Eisengießens nacherleben kann.